Kinderliteratur spielt eine grundlegende Rolle bei der Identitätsbildung und der Entwicklung der Vorstellungswelt von Jungen und Mädchen. Schon in den ersten Lebensjahren tragen die Geschichten, die sie hören, und die Bilder, die sie sehen, dazu bei, zu definieren, was als „normal“, möglich oder erstrebenswert wahrgenommen wird. In diesem Sinne kommt dem Thema Geschlechtergleichstellung eine zentrale Bedeutung zu: Bücher können traditionelle Stereotypen verstärken oder zu pädagogischen Instrumenten werden, die Respekt, Inklusion und Meinungsfreiheit fördern.
Lange Zeit bot die Kinderliteratur eher starre Vorbilder: zarte Prinzessinnen, die gerettet werden müssen, Mütter, die sich ausschließlich der Hausarbeit widmen, autoritäre oder kaum präsente Väter sowie mutige und abenteuerlustige Jungen. Diese im Laufe der Zeit immer wiederkehrenden Muster bergen die Gefahr, die persönliche Entwicklung von Jungen und Mädchen einzuschränken und ihre Erwartungen, Bestrebungen sowie sozialen Beziehungen zu beeinflussen. Studien und Bildungsprojekte für die Altersgruppe von 0 bis 6 Jahren unterstreichen, dass Bilderbücher einen starken Einfluss auf die Bildung der Geschlechtsidentität und die Wahrnehmung sozialer Rollen haben.
In den letzten Jahren haben jedoch viele Verlage, Pädagogen und pädagogische Fachkräfte begonnen, eine Literatur zu fördern, die Unterschiede stärker berücksichtigt und weniger stereotyp ist. Das Ziel ist nicht, die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen zu „beseitigen“, sondern vielfältigere und realistischere Darstellungen der Gesellschaft anzubieten, in denen sich jedes Kind frei wiedererkennen kann.
Im Alter von 0 bis 3 Jahren sind Bücher vor allem sensorische und beziehungsbezogene Erfahrungen: Bilder, Farben, Geräusche und Wiederholungen helfen den Kleinsten, die Welt kennenzulernen. Auch in diesem Alter ist es wichtig, inklusive Geschichten anzubieten, in denen es keine „Jungen“- oder „Mädchen“-Spiele gibt. Einige besonders geeignete Titel sind:
„Das kleine Blau und das kleine Gelb“ von Leo Lionni, das auf einfache Weise den Wert der Begegnung und der Vielfalt thematisiert.
„Auf der Jagd nach dem Bären“ von Michael Rosen, in dem die Familie das Abenteuer gemeinsam erlebt, ohne stereotype Rollen.
„Was ist ein Kind?“ von Beatrice Alemagna, das die Einzigartigkeit jeder Kindheit hervorhebt.
In der Altersgruppe von 3 bis 6 Jahren beginnen Kinder hingegen, soziale Rollen und Verhaltensmuster besser zu verstehen. In dieser Phase kann Literatur dazu beitragen, Empathie und kritisches Denken zu entwickeln. Zu den bedeutendsten Büchern gehören:
„Gutenachtgeschichten für rebellische Mädchen“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo, das von mutigen und innovativen Frauenfiguren erzählt.
„Extraterrestre alla pari“ von Bianca Pitzorno, ein Klassiker, der kulturelle Prägungen und Geschlechterrollen reflektiert.
„Io sono così“ von Fulvia Degl’Innocenti, das Kinder dazu einlädt, sich selbst jenseits von Etiketten zu akzeptieren.
„Il pentolino di Antonino“ von Isabelle Carrier, das sich gut eignet, um über Inklusion, Verletzlichkeit und Vielfalt zu sprechen.
Ein wesentlicher Aspekt des gemeinsamen Lesens, ist die Rolle der Erwachsenen. Eltern, Lehrer und Erzieher sollten sich nicht darauf beschränken, den Text vorzulesen, sondern die Kinder beim Nachdenken begleiten: sie fragen, was sie von den Figuren halten, über Verhaltensweisen diskutieren, Emotionen und Unterschiede wertschätzen. Auf diese Weise wird das Buch zu einem Instrument des Dialogs und des Wachstums.
Die Förderung der Geschlechtergleichstellung durch Kinderliteratur bedeutet daher, zur Freiheit zu erziehen: zur Freiheit, man selbst zu sein, eigene Interessen zu wählen und Gefühle auszudrücken, ohne Angst vor Urteilen zu haben. Bücher verändern die Welt nicht von allein, aber sie können Jungen und Mädchen dabei helfen, sich eine gerechtere, respektvollere und inklusivere Welt vorzustellen.
In Bildungseinrichtungen für Kinder von 0 bis 6 Jahren stellt das Spiel eine grundlegende Erfahrung dar, durch die Kinder ihre Identität aufbauen, Beziehungen erleben und Selbstständigkeit entwickeln.
Sie bieten jeweils Platz für 30 Jungen und Mädchen. Beide werden von der Genossenschaft „Casa Bimbo“ betrieben und folgen der Montessori-Pädagogik.
Die Sozialgenossenschaft „Casa Bimbo Tagesmutter“ – die seit kurzem Mitglied des Raiffeisen-Genossenschaftsverbands ist – betreibt 22 Kleinkindertagesstätten, 5 betriebliche Kleinkindertagesstätten…
Dati Bonus Nido
Tipologia Asilo: Privato Autorizzato
Denominazione: CASABIMBO TAGESMUTTER SOC.COOP. SOC.
Partita Iva: 01576970212
Autorizzazione Rilasciata con Provv.N. (*): INPS.0005.06.09.2017.0014555
Del (*): 06/09/2017
Adottato da (*): INPS